Augmentations-Index (AIx)

Im selben Untersuchungsschritt der Pulswellenanalyse wird der Augmentations-Index (AIx) über die brachiale Blutdruckmanschette in Verbindung mit einem hochempfindlichen Schwingungssensor gemessen. Dabei werden die auf diastolischem und suprasystolischem Druckniveau durch die Pulswelle hervorgerufenen Oszillationen registriert.

Das erste Maximum (P1) resultiert aus dem Auswurf des Blutes vom Herzen. Diese Welle wird an Verzweigungen und Verengungen, vorrangig an der Aorten-Bifurkation, reflektiert. Die Reflektion spiegelt sich in dem zweiten Maximum (P2) wider. Wie in den Abbildungen zu sehen, verändert sich mit zunehmendem Alter die Kurve. Diese Änderung ist Ausdruck einer erhöhten arteriellen Gefäßsteifigkeit. Je steifer die Gefäße, desto schneller pflanzt sich die Pulswelle im Gefäß fort. Dadurch fällt die reflektierte Welle früher in P1 ein. Finden sich also bereits frühzeitig positive Augmentationen, so ist von einer verringerten Gefäßelastizität auszugehen.

Druckkurven in unterschiedlichen Lebensabschnitten:Bild oben: Normale Druckkurve im Erwachsenenalter, Bild unten: Druckkurve im späten Lebensstadium

Der Augmentations-Index stellt das Verhältnis von Augmentation zu Pulsdruck dar. Dabei ist die Augmentation als Funktion der Pulswellenreflektion wesentlich abhängig von der Pulswellengeschwindigkeit, die ihrerseits abhängig ist von der Gefäßelastizität.