Fallbeispiel 4

Patient mit epigastralen thorakal ausstahlenden Schmerzen und Taubheitsgefühl im linken Arm

Der Patient suggerierte durch vorbestehende Selbstmedikation Probleme mit dem Magen und forderte zunächst eine ambulante Magenspiegelung mit zeitnaher Entlasssung. Zweimaliges EKG und auch zweimaliges Troponin zeigten keine Auffälligkeiten. Zur weiteren Absicherung erfolgte eine Untersuchung mit der Cardiogoniometrie.

Die Cardiogoniometrie lieferte einen Hinweis auf Myokardischämie, der gemeinsam mit der vorhandenen Schmerzsymptomatik und dem Risikoprofil des Patienten zu einer invasiven Diagnostik führte.

Cardiogoniometrie (CGM)

Im Cardiogoniometrie-Befund deuten die leichte Streuung der Rmax-Vektoren und die geringfügige Abweichung aus dem Normfeld auf eine Unregelmäßigkeit hin. Zwei der zur Auswertung herangezogenen Parameter spiegeln dies durch Abwandern in den pathologischen Bereich wieder.

Koronarangiographie und Intervention

Nachdem die Cardiogoniometrie Hinweise auf eine myokardiale Ischämie lieferte, wurde eine Koronarangiographie durchgeführt. Dabei wurde eine hochgradige koronare 1-Gefäß-Erkrankung des LAD-Abganges in der Angiographie deutlich. Es folgte ein direktes Stenting vom Hauptstamm bis in den proximalen Anteil der LAD.

EKG und Troponin unauffällige LAD-Abgangsstenose