Sensitivität & Spezifität

Sensitivität und Spezifität

Die Sensitivität eines diagnostischen Testverfahrens gibt an, bei welchem Prozentsatz erkrankter Patienten die jeweilige Krankheit durch die Anwendung des Tests tatsächlich erkannt wird, d.h. ein positives Testresultat auftritt. Sie wird definiert als der Quotient aus richtig positiven Testergebnissen und der Summe aus richtig positiven und falsch negativen Testergebnissen. Je höher die Sensitivität eines Tests ist, desto sicherer erfasst er die Erkrankung.

Die Spezifität eines diagnostischen Testverfahrens gibt die Wahrscheinlichkeit an, dass tatsächlich Gesunde, die nicht an der betreffenden Erkrankung leiden, im Test auch als gesund erkannt werden.

Sie wird definiert als der Quotient aus richtig negativen Testergebnissen und der Summe aus falsch positiven und richtig negativen Testergebnissen – also allen Testergebnissen, denen tatsächlich keine Erkrankung zugrunde lag.

Person ist krank (RP+FN) Person ist gesund (FP+RN)
Test positiv (FN+RN) Richtig positiv (RP) Falsch positiv (FP)
Test negativ (RP+FN) Falsch negativ (FN) Richtig negativ (RN)

 

Die sehr guten Werte der Cardiogoniometrie im Vergleich zu alternativen Untersuchungsmethoden unterstreichen deren Wert als komplementäre und aussagekräftige Methode in der Frühdiagnostik von Ischämien!

Sensitivität

Cardiogoniometrie 75%
EKG 30%
Ergometrie 65%
Echographie 80%
Koronarangiografie 100%
Szintigraphie 85%
Cardio-MRT 85%
Spect 90%
Cardio-CT 90%

Spezifität

Cardiogoniometrie 85%
EKG 70%
Ergometrie 70%
Echographie 85%
Koronarangiografie 100%
Szintigraphie 85%
Cardio-MRT 90%
Spect 85%
Cardio-CT 95%

Birkemeyer, R., Toelg,R. Comparison of cardiogoniometry and electrocardiography with perfusion cardiac MR imaging and late gadolinium enhancement, Europace (2012) 14, 1793-1798