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Auch in diesem Jahr wurden in unserem Symposium “CARDIOGONIOMETRIE – ein Update zur Studienlage in der Diagnostik von KHK ud Myokardischämie” die neuesten Studienergebnisse zum Einsatz der Cardiogoniometrie in der Praxis präsentiert. Dabei lag der Schwerpunkt auf dem Vergleich mit bildgebender Diagnostik, insbesondere MRT und Szintigraphie.

ABSTRACT DER VORTRÄGE:

1. Diabetes, kardiovaskuläres Risiko und aktueller Stellenwert der nicht-invasiven Screening-Verfahren: Rationale für die CGM@DIABETES Studie.
R. Wessely (Duisburg)

  • Bis zum Jahr 2025 wird in Deutschland die Zahl der Ischämischen Herzerkrankungen um ca. 35% steigen
  • Zur Ergometrie: „Eine komplexe, nicht ungefährliche, zeitkonsumierende und nicht sehr aussagefähige Untersuchungsmethode“
  • Das EKG/Belastungs-EKG ist nicht ideal, um eine ausreichend hohe Sensitivität und Spezifität bei der kardialen Frühdiagnostik zu gewährleisten
  • Unmet Need einer einfachen und genaueren Methode zur Früherkennung von KHK wie auch (in der Akutsituation) einer kardialen Ursache eines Thoraxschmerzes, welche insbesondere geeignet ist für den präklinischen wie CPU-Einsatz
  • Diese diagnostische Lücke könnte die Cardiogoniometrie schließen

2. Kardiale Ischämiediagnostik mittels CGM im Vergleich mit den etablierten Standardverfahren Ergometrie und Myokardszintigraphie.
S. Weber (Regensburg)

  • Die chronische ischämische Herzkrankheit und der akute Myokardinfarkt stellen die häufigsten Todesursachen in den westlichen Industriestaaten dar, mit zusammen 16,8% aller natürlichen Todesfälle in Deutschland
  • Als Standardmethoden wurde das 12-Kanal-Ruhe-EKG, die Echokardiographie sowie die Ergometrie genannt, bei letzterer insbesondere auf die Limitationen verwiesen (Begrenzte Sensitivität von 67% und Spezifität von 72%, Ausbelastungsgrenze wird häufig nicht erreicht sowie viele Patienten – insbesondere Ältere – sind erst gar nicht belastbar)
  • In der prospektiven Studie wurde der Befund der CGM verglichen mit dem Befund der Szintigraphie, folgende drei Analysen wurden präsentiert:
  • Normale Szinti (o.B.) vs. abnormale Szinti (abnormal: Perfusionsdefekt in Ruhe oder/und nach Adenosin) = „Wie gut erkennt CGM Narben und/oder Ischämien“ – Accuracy: 82%
  • Normale Szinti (o.B.) vs. Perfusionsdefekt bereits in Ruhe (d.h. Narben und ggf. zusätzliche Ischämien). Reine Ischämien ohne Narben, d.h. Szinti in Ruhe (-) aber nach Adenosin (+), raus. = „Wie gut erkennt CGM reine Narben“ – Accuracy: 83%
  • Normale Szinti (o.B.) vs. Perfusionsdefekt nur nach Adenosin (d.h. Ischämien ohne Narben). Narben, d.h. Szinti in Ruhe (+), raus. „Wie gut erkennt CGM reine Ischämien“ – Accuracy: 81%

3. Cardiogoniometrie im Vergleich zum Cardio-MRT: die CGM@MRT-Studie.
R. Birkemeyer (Villingen-Schwenningen)

  • Es wurden 40 Patienten nicht-selektiv eingeschlossen
  • im Rahmen der Routinediagnostik eine CGM vor dem Cardio-MRT durchgeführt
  • Die CGM erzielte eine Gesamtgenauigkeit von 83% (Sensitivität von 70% und eine Spezifität von 95%; der positive prädiktive Wert betrug 93%)
  • Insbesondere die hohe Spezifität und der hohe positive Vorhersagewert bestätigen die Eignung der CGM für Screening-Untersuchungen

Wir danken allen Besuchern für das rege Interesse sowie unseren Chairmen und Referenten für Ihr Engagement und Ihre Unterstützung!

Gern stellen wir Ihnen die Zusammenfassung des diesjährigen Symposiums zur Verfügung und freuen uns auf Ihre Anfrage:

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